Bildungsprojekt „Talent und Verantwortung“

Mit dem Programm „Talent und Verantwortung“ will der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus allen Schulrichtungen in Bayern fördern. Fast ein halbes Jahr absolvierten die Teilnehmer ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm, dass am 12. April mit der Verleihung der Urkunde zu Ende ging. Das Programm „Talent und Verantwortung“ umfasste mehrere Bereiche. Erstens, um die Sozialkompetenz der Teilnehmer zu erweitern, wurden verschiedene Problemstellungen und Rätsel in der Gruppe bewältigt. Hierbei stellte sich vor allem heraus, dass das kollektive Gedächtnis stärker ist, als das des Einzelnen, aber auch, wie unterschiedlich Menschen denken und handeln. Zum anderen wurden mehrere Persönlichkeitsportraits erarbeitet, in denen die Stärken und Schwächen der Teilnehmer zum Vorschein getreten sind. Das Projekt dient dazu bei der Berufswahl zu unterstützen.

 

Magdalena Weber, Mai 2018

MdL Dr. Franz Rieger schenkt uns eine Unterrichtsstunde

Zum wiederholten Mal „beschenkte“ uns der Bayerische Landtag zum Tag der Freien Schulen am 12. März mit einer UnterrichtsstundDr. Rieger schenkt Unterrichtsstundee. MdL Dr. Franz Rieger (CSU), Vorsitzender des Europaausschusses, informierte unsere SchülerInnen über seine Arbeit als Landtagsabgeordneter. Er gab mit allerlei Erfahrungen und Beispielen Einblick in den komplexen Prozess der Politikgestaltung (in Fraktion, Ausschüssen und Plenum) und die doppelte Funktion des Abgeordneten als Gesetzgeber im Maximilianeum und als Vertreter örtlicher Interessen im heimatlichen Wahlkreis. Darüber hinaus erläuterte Dr. Rieger nachdrücklich die Bedeutung Europas als vierte Ebene neben oder „über“ den Kommunen, den Bundesländern und dem Bund. U.a. durch die Einordnung des jüngsten BGH-Urteils zu möglichen Fahrverboten auf deutschen Straßen machte er die Arbeit „seines“ Ausschusses und die vielfältigen Verflechtungen zwischen den Regionen Europas und der EU anschaulich. Auch an diesem Gegenstand gelang es ihm, praxisnah Verständnis für die vielfältigen Wege der Gestaltung politischer Prozesse zu erzeugen.

Fabia Krusenotto, Werner Schottenloher

 

 

 

 

2. Wahl des Jugendbeirats der Stadt Regensburg

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts hatten sich unsere SchülerInnen der F12sw dazu entschieden, die Stadt Regensburg bei der Durchführung der zweiten Wahl zum Jugendbeirat in einem gemeinsamen Projekt zu unterstützen. Dabei ging es nicht nur um den Betrieb eines Wahllokals, sondern schon im Vorfeld wurden entsprechende Planungen durchgeführt, die wahlberechtigten SchülerInnen unseres Gymnasiums wurden in Kurzvorträgen und natürlich mit Werbematerialien informiert und es wurde an der entsprechenden Wahlvorstandsschulung der Stadt Regensburg teilgenommen.

Am Wahltag selbst wurde die Wegweisung im Schulhaus vorgenommen, das Wahllokal eingerichtet und der Wahlvorgang betreut und dokumentiert. Interessant war dabei nicht zu letzt die Arbeit mit einem online geführten Wählerverzeichnis, das es ermöglichte, auch diejenigen 14- bis 17-jährigen RegensburgerInnen zu „versorgen", die ihre Wahlbenachrichtigung vergessen oder bereits verlegt hatten.

Slo/22.II.‘18

Seminar für Schülerzeitungsmacher

Auf Einladung des Stadtjugendrings nahmen vier unserer Schülerinnen an einer Exkursion zum Bayerischen Landtag nach München teil. Im Rahmen der Vorbereitung einer neuen Ausgabe der Regensburger Schülerzeitung zur politischen Bildung erhielten sie Gelegenheit, sowohl den Landtag als auch die Arbeit und Aufgaben seiner Abgeordneten kennenzulernen. In mehreren Gesprächsrunden wurde ihnen unmittelbarer Einblick in die Aufgabenfelder der Parlamentarier gegeben. U.a. begegneten und interviewten unsere Schülerinnen den jugendpolitischen Sprecher der CSU-Fraktion, die Regensburger SPD-Abgeordnete sowie den Fraktionschef der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, bevor ihnen abschließend auch Herr Söder einen Fototermin abrang.

 

Slo/2.II.‘18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Aktion Kinderbaum- Regensburg hilft“

 

Auch in diesem Schuljahr engagierte sich die 12.Klasse des sozialen Zweigs der Fachoberschule PINDL für ein soziales Projekt in der Weihnachtszeit und besuchte deshalb einen ganz besonderen Weihnachtsbaum im Bürger- und Verwaltungszentrum der Stadt Regensburg. Die „Aktion Kinderbaum- Regensburg hilft“ gibt es mittlerweile schon seit 2012, hier werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgerufen, bedürftigen Kindern und Jugendlichen einen Weihnachtswunsch vom Kinderbaum zu erfüllen.

Auch unsere Klasse beteiligte sich an dieser schönen Weihnachtsaktion. Wir hoffen, die Kinder und Jugendlichen freuen sich über ihre Geschenke und wünschen ihnen und ihrer Familie FROHE WEIHNACHTEN!

Katharina Bundscherer

 

 

 

Abschlussfahrt der 12. Klassen

Am Ende der 11. Jahrgangsstufe hatten sich beide FOS Klassen, F 11 W und F 11 S entschieden, dass das Ziel der Abschlussfährt der Gardasee sein sollte. Als Standort wurde der Campingplatz im ítalienischen Dörfchen Cisano, direkt am See zwischen Bardolino und Lazise gelegen ausgewählt.

Am Montag den 25. September trafen sich beide Klassen um 7:00 Uhr gemeinsam mit Frau Burges und Herrn Hirsch an der städtischen Sportanlage am Weinweg. Nachdem das ganze Gepäck verstaut war und jeder seinen Platz im Bus gefunden hatte, ging es dann auch pünktlich los. Die ca. neunstün-dige Busfahrt führte uns durch die malerischen Berglandschaften Österreichs und Italiens.

Als wir endlich um 16 Uhr am Campingplatz in Cisano ankamen, musste sich jeder erstmal strecken, denn so eine 9-Stunden-Fahrt ist nicht ganz ohne.

Nach der Zuteilung unserer Bungalows hatten wir zwei Stunden Zeit, um uns einzurichten und auch um uns frisch zu machen für den kommenden Abend. Wir trafen wir uns alle am Seeufer, um gemeinsam nach Lazise zu gehen und die Gegend etwas zu erkunden. Während der kleinen Wanderung von 20 min nach Lazise genossen wir den schönen warmen Septemberabend mit einer wundervollen Aussicht auf den Gardasee und seine Umgebung. In Lazise angekommen teilten wir uns auf. Einige gingen zum Essen in eines der vielen Restaurants, während andere den Ort erkundeten oder Proviant für die kommenden Tage besorgten.

Am folgenden Tag – von einem Frühstück gestärkt – fuhren wir mit unserem Bus zur Talstation des Monte Baldo, um mit der 360°-Panoramagondel nach oben zu fahren. Oben angekommen, hatten wir eine unglaubliche Sicht auf den Gardasee und die Berge, die ihn umgeben. Kombiniert mit einem blauen Himmel konnte es nicht besser sein. Nachdem sich alle etwas umgeschaut und Fotos gemacht hatten, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe blieb auf dem Plateau gemeinsam mit Herrn Hirsch und fuhr nach einer Rundwanderung auf der Höhe mit der Gondel wieder herunter. Die Anderen jedoch wanderten gemeinsam mit Frau Burges zur Mittelstation der Bergbahn.

Während die Wandergruppe den Berg herunter ging, bot sich ihnen ein großartiges Panorama auf den Gardasee und die umliegende Bergwelt. Wir umrundeten auf unserem anfangs schon etwas abenteuerlichen Weg viele steile Klippen und Schluchten und sahen eine wunderschöne Flora. Nach eineinhalb Stunden legten wir eine Pause ein, um unsere Kraftreserven mit einem kleinen Snack und Wasser wieder aufzufüllen.

Ab diesen Zeitpunkt wurde der Weg zurück zur Mittelstation für alle anstrengend. Jedoch konnte uns das unsere gute Laune nicht verderben. Wir machten Witze, lachten, unterhielten uns und merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Zum Ende hin konnten wir uns auch etwas Zeit sparen, indem wir ein paar geschickt ausgewählte Abkürzungen nahmen. Unten angekommen, freuten wir uns, dass wir diese Herausforderung geschafft hatten. Am Abend wanderten wir gemeinsam am Ufer entlang, diesmal nach Bardolino.

Am Mittwoch standen wir alle früh auf, damit wir ausreichend Zeit hatten, um uns die berühmte Stadt im Meer anzuschauen – Venedig. Nach einer überraschend längeren Busfahrt kamen wir am Hafen außerhalb Venedigs an. Wir konnten es kaum erwarten, endlich auf das Taxi-Boot zu steigen und nach Venedig zu schippern. Am Markusplatz erwartete uns schon unsere sehr freundliche Touristenführerin. Wir erlebten eine besondere Führung abseits der üblichen Touristen-Hot-Spots, bei der wir ein paar venezianische Gebräuche kennenlernten und sehr viel über die Geschichte dieser alten Stadt erfuhren. Nach der Führung hatten wir etwas Zeit, alleine in Gruppen die Stadt zu erkunden. Nachdem wir wieder in Cisano waren, hatten wir den Rest des Abends zur freien Verfügung.

Am letzten Tag stand der Besuch der nahe gelegenen Stadt Verona auf dem Programm. Dort durften wir uns auf eine Stadtführung von Frau Burges und Herrn Hirsch freuen. Unter anderem besuchten wir die Arena von Verona und besichtigten den Ort, wo die Handlung des Dramas Romeo und Julia stattfand. Anschließend durften wir wieder die Stadt auf eigene Faust erkunden. Einige sahen sich weitere empfohlene Sehenswürdigkeiten an, andere genossen das Flair der Stadt bei einem Café auf der Piazza Bra, ließen sich von den Auslagen der zahlreichen Geschäfte inspirieren oder erstanden das eine oder andere Mitbringsel.

Als wir am Abend wieder am Campingplatz waren, richteten wir uns her für das gemeinsame Abschlussessen mit der Gruppe und gingen alle nach Lazise. Dort genossen wir den letzten Abend der Abschlussfahrt zusammen in einer Pizzeria am Hauptplatz. So ganz nebenbei mussten wir wieder unsere Koffer packen und die Bungalows für die Abnahme am nächsten Morgen aufräumen.

Insgesamt kann man sagen, dass wir eine wundervolle Abschlussfahrt hatten, mit vielen unvergesslichen Momenten, neuen Freunden, tollem Wetter und mit einer stärkeren Klassengemeinschaft als zuvor.

Joao Vitor Herfort, F12W

U18 Bundestagswahl 2017

Vor der Wahl – wählt die Jugend

In einer klassen-, jahrgangs- und schulartübergreifenden Arbeitsgruppe organisierten SchülerInnen unseres 12. Jahrgangs die U18-Bundestagswahl, die neun Tage vor der „richtigen“ Bundestagswahl deutschlandweit durchgeführt wird, um der Jugend politisches Gehör zu geben.

Die SchülerInnen starteten damit quasi von 0 auf 100 ins neue Schuljahr. Ab dem ersten Schultag wurde überlegt und Aufgaben verteilt. Dann wurden mehrere Klassen durch Kurzvorträge persönlich über das Projekt U18-Wahl informiert, Plakate wurden geklebt, Durchsagen getextet und schließlich ein Wahllokal eingerichtet. Mit einem rollierenden Wahlvorstand wurde dort am Freitag, den 15. September mit Mustern der Originalwahl eine ordnungsgemäße Wahl durchgeführt, die Stimmzettel wurden anschließend sorgfältig ausgewertet und das Ergebnis dem federführenden Stadtjugendring am frühen Freitagnachmittag zeitnah weitergeleitet.

Die Wahlbeteiligung mit 237 abgegebenen (bei 236 gültigen) Stimmen belohnte das U18-Team für sein ausdauerndes Engagement in diesem Projekt.

Slo/15.IX.‘17

Fulbright eröffnete neue Wege

Amerikanische LehrerInnen und SchulleiterInnen hospitieren im fpA-Unterricht

Die Aufregung vor der Stunde zur fachpraktischen Ausbildung war bei unseren 11. Klassen am Vorabend des Independence Day groß: auf Einladung des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Regensburg hatten sich 16 amerikanische LeherInnen und SchulleiterInnen angekündigt. In der Ausschreibung zu ihrem von der Fulbright-Stiftung organisierten Aufenthalt in Deutschland war ihnen versprochen worden, dass sie insbesondere bei unserem beruflichen Schulwesen einmal `behind the scenes‘ schauen und von uns Näheres zum Zusammenspiel von Praktikum und Unterricht in der 11. Klasse erfahren würden.

Schulleiter Tobias Neumeier stellte dazu zunächst die Grundzüge der Fachoberschule im Rahmen des bayerischen Schulsystems sowie das Pindl Plus (Ganzheitlichkeit, kurze Wege und individuelle Förderung) vor. Anschließend erläuterte die stellvertretende Schulleiterin Ute Burges die Unterschiede zwischen fachpraktischer Tätigkeit (im Ausbildungsbetrieb) und fachpraktischer Anleitung (in der Schule) sowie das Zusammenspiel dieser beiden Bereiche, bevor es zur Veranschaulichung direkt in eine solche fpA-Stunde überging: 22 SchülerInnen aus unseren Zweigen Wirtschaft/Verwaltung und Sozialwesen hatten sich vorbereitet und ließen die US-Gäste unmittelbar an einer kurzen `weather situation‘ zur Beschreibung ihres aktuellen Befindens im Ausbildungsbetrieb teilhaben und sie beschrieben auch ihre unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder. Und das alles machten sie (heute) in englischer Sprache!

Abschließend erhielten wir, quasi im Gegenzug, von Audrey Damon-Wynne, Lehrerin für Political Sciences und Psychology an einer High School in Wisconsin, einen Vortrag zum politischen System und den Wahlen in den USA. Zu diesem Zeitpunkt war das Eis zwischen Gästen und Gastgebern, nicht zuletzt durch den teilnehmer-aktivierenden Einstieg von Audrey, längst gebrochen und es ergaben sich interessante Ergänzungen von Seiten der Gäste sowie motivierte Beiträge und Antworten unserer SchülerInnen.

Tatsächlich erhielten unsere SchülerInnen für ihre engagierten und fließenden Äußerungen in der `second language`- was amerikanische SchülerInnen so angeblich `never‘ tun/sich trauen würden - soviel authentisches Lob von den Gästen, wie man es sich vor dieser denkwürdigen Stunde nie erwartet hätte. Und dazu unmittelbar persönliche Einladungen in den Blumenstaat im Süden, zu den cheeseheads im Norden und sogar in die Wahlheimat des früheren US-Präsidenten Obama in Illinois. Ob sich aus dieser Begegnung zukünftig auch Schul- und/oder Praktikumspartnerschaften ergeben können, das wird in weiteren Kontakten eruiert werden. Gelohnt hat sich die Aufregung für diesen Tag aber auf jeden Fall. It was us an honour – and a real pleasure.

 

Werner Schottenloher/3.VII.‘17

Psychologieunterricht mal anders

Besuch des Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche Herr Gawlik im Psychologieunterricht

 

Wir, die 12. Klasse der Privaten Fachoberschule PINDL, behandeln derzeit im Psychologieunterricht das Thema „psychische Störungen“. Hier geht es vor allem um die Arten von psychischen Erkrankungen sowie die verschiedenen Erklärungsansätze zur Entstehung solcher Störungen.

Besuch im Psychologieunterricht

Um nun einen Einblick in den Alltag eines Therapeuten zu gewinnen, besuchte uns am Donnerstag, den 30.03.2017, der analytisch und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Herr Gawlik, der vor 1,5 Jahren eine eigene Praxis in der Innenstadt von Regensburg eröffnet hat.

Zu Beginn der Doppelstunde gab uns Herr Gawlik einen Überblick über seine bisherige berufliche Laufbahn. Daraufhin stellte er uns einen Fall in anonymisierter Form vor, der ihn als Therapeut besonders beeindruckt und auch gefordert hatte.

 

Im Anschluss konnten wir dann eigene Fragen stellen. Uns interessierte beispielsweise, wie Herr Gawlik es schafft, emotional von belastenden Fällen in der Freizeit Abstand zu gewinnen. Weitere Fragestellungen waren, ob Krankheitsbilder in einer bestimmten Alltagsgruppe gehäuft auftreten. Hier erklärte er, dass beispielsweise ADHS besonders bei Jungen im Grundschulalter und die Essstörung bei Mädchen im Jugendalter auftritt. Uns hat zudem interessiert, ob man sich auch selbst therapieren könnte, worauf Herr Gawlik antwortete, dass das zwar nicht vollkommen unmöglich sei, jedoch aber sehr schwierig, da man sich selbst in einer schwierigen Situation nicht die „richtigen“ Fragen stellt und zudem zu sich selbst auch nicht immer ganz ehrlich ist. Außerdem ist eine Außenperspektive oftmals besonders hilfreich, um ein Problem in einem anderen Licht betrachten zu können.

Es war eine sehr spannende, interessante und abwechslungsreiche Psychologiestunde. Wir konnten viele Einblicke in den Beruf des Psychotherapeuten gewinnen und dabei auch vieles von dem Besprochenen mit dem eigenen, bereits erlernten Wissen aus dem Unterricht, verknüpfen.

                                                                                                                              Luis Wimber, F 12

Leben bis zuletzt

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind:

 Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig! Und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“

- Cicely Saunders

 (Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin)

 

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung und des fachpraktischen Unterrichts besuchten wir, die Klasse F11s, zusammen mit unseren Lehrerinnen Frau Burges und Frau Bundscherer, das Johannes-Hospiz in Pentling.

Der Begriff Hospiz leitet sich vom lateinischen Wort hospitium ab, was Herberge oder Gastfreund-schaft bedeutet. Bereits im Mittelalter nahmen Mönche Pilger auf und gewährten ihnen Hilfe und Schutz. In der heutigen Zeit kümmert sich die Hospizbewegung in ähnlicher Weise mit Fürsorge und Fachkompetenz um todkranke Menschen, die sich in der letzten Phase ihrer Lebensreise befinden.

Die Notwendigkeit der Hospizbewegung beruht darauf, dass trotz der enormen Fortschritte in Medizin und Gesundheitswesen die Situation von Sterbenden immer bedrückend sein wird. Das Ziel soll es sein, den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer vermehrt ins öffentliche Bewusstsein zu rufen. Dabei ist es wichtig, dass die Hospiz-Idee zwar mit christlichen Wertvorstellungen verknüpft ist, aber dennoch unabhängig von Konfessionen und Nationalitäten ist.

Nachdem wir uns am Hospiz getroffen hatten und freundlich von der Pflegedienstleiterin Frau Hochmuth empfangen worden waren, führte sie uns in den Raum der Stille. Der helle Raum mit der plätschernden Wasserschale in der Mitte wirkte sofort besonders auf uns.

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Kupferschale Raum der Stille "Ich hab Dich lieb Oma"

 

Wir nahmen in dem großen Stuhlkreis Platz und Frau Hochmuth begann zu erzählen und sich unseren Fragen zu widmen.

Die Patienten im Hospiz nennt man Gäste. Es sind maximal zehn Gäste im Alter von durchschnittlich 68 Jahren, die ca. 28 Tage im Hospiz verbringen. Es kommt aber auch vor, dass  jüngere Patienten in das Hospiz kommen, was für das Personal sehr belastend sein kann. Frau Hochmuth erklärte uns, dass deswegen gute Teamarbeit, Teambesprechungen und die Supervision sehr wichtig sind. Im Hospiz arbeiten 20 Mitarbeiter darunter Krankenschwestern/-pfleger, AltenpflegerInnen und Seelsorger, deren Aufgabe es ist, die Gäste zu versorgen, zu unterstützen und zu begleiten. Für die Arbeit im Hospiz braucht man eine spezielle Weiterbildung, die „Palliative Care“. Einen festen Arzt gibt es jedoch nicht im Hospiz, denn die medizinische Betreuung folgt dem Hausarztprinzip.

Wir fragten uns auch, was man denn für Eigenschaften mitbringen müsste in einen Beruf, in dem man fast ständig mit dem Tod konfrontiert ist. Ohne zu überlegen sagte uns Frau Hochmuth zwei Worte, mit denen wohl die wenigsten von uns gerechnet hätten: Ehrlichkeit und Humor. Humor in einem Hospiz? Humor hilft, den Tod zu akzeptieren!

Warum kommen eigentlich manche Menschen in ein Hospiz? Frau Hochmuth berichtete, dass dies ganz unterschiedliche Gründe haben kann. Eine Voraussetzung ist natürlich eine weit fortgeschrittene, unheilbare Erkrankung. Wenn eine Krankenhausbehandlung nicht mehr erforderlich und eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht ausreichend ist, kann man im Hospiz aufgenommen werden. Es kann aber auch sein, dass die häusliche Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann.

 

Aus den Kinofilmen kennt man sie, die berühmten „letzen Wünsche“ todkranker Personen. Aber wir fragten uns, ob es so etwas auch in der Realität oder nur auf der Kinoleinwand gab. Frau Hochmuth informierte uns, dass die Gäste natürlich noch Wünsche haben, aber man diese nicht mit dem cineastischen „Fallschirmspringen“ oder „den Mount Everest besteigen“, vergleichen kann. Vielmehr sind es die kleinen Dinge, die sich die Gäste hier wünschen. Frau Hochmuth erzählte von einem Herren, der als großer HSV-Fan unbedingt in seinem HSV-Trainingsanzug beerdigt werden wollte. Ein weiterer Gast wünschte sich noch einmal zu grillen. Daraufhin wurde dies organisiert und er konnte zum letzten Mal gegrilltes Fleisch essen.

Da wir im Laufe der vergangenen Praktikumszeit alle schon Einblicke in den Tagesablauf in Altenheimen und im Krankenhaus bekommen hatten, erkundigten wir uns, wie der Tagesablauf im Hospiz gestaltet ist. Frau Hochmuth antwortete, dass es im Hospiz keinen festen Tagesablauf gibt, sondern die Pflege sich individuell nach den Wünschen und Bedürfnissen der Gäste richtet.

Nachdem alle unsere Fragen beantwortet waren, zeigte uns Frau Hochmuth wie ein Zimmer im Hospiz aussieht. Viele von uns erwarteten steriles Krankenhausflair und waren von der angenehmen Wohnatmosphäre der freundlich eingerichteten Zimmer überrascht und begeistert. Alle Zimmer sind ebenerdig und verfügen über einen Zugang zum großzügigen Garten. Frau Hochmuth erzählte, dass viele Gäste es gerne nutzen, mit dem Bett auf der Terrasse die Sonnenstrahlen zu genießen oder je nachdem ob Langschläfer oder Frühaufsteher Sonnenauf- oder Sonnenuntergang zu betrachten. Anschließend besichtigten wir den Aufenthaltsraum mit Küche und Kamin, in dem die Angehörigen und Gäste zusammen kochen, sich unterhalten und die gemeinsame Zeit genießen können. Der nächste Raum, den wir ansahen, erinnerte uns an den Spabereich eines Wellnesshotels. In der Mitte des Raumes stand eine großzügige Badewanne. Hierzu erzählte uns Frau Hochmuth eine schöne Anekdote, bei der eine alte Dame das erste und zugleich letzte Mal in ihrem Leben ein Glas Prosecco in der Badewanne genoss. Auf dem Weg zum letzten Raum sahen wir vor einem Zimmer eine Kerze brennen. Uns wurde erklärt, dass in diesem Zimmer ein Gast verstorben ist. Dieses Zeichen ist wichtig für Mitarbeiter, Angehörige, Besucher und andere Gäste. Der letzte Raum, der uns gezeigt wurde, war der Abschiedsraum.

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helles, freundliches Zimmer[ Aufenthaltsraum mit Küche Abschiedszimmer

 

Bevor wir in den Raum der Stille zurückkehrten, informierte uns Frau Hochmuth noch über den Hospiz-Verein Regensburg e. V., bei dem Frauen und Männer ehrenamtliche Hospizarbeit leisten und den Freundeskreis Johannes-Hospiz Pentling, bei dem man mit einem festen, jährlichen Spendenbeitrag das Hospiz unterstützen kann.

Zum Schluss versammelten wir uns noch einmal im Raum der Stille, um uns über die gesammelten Eindrücke auszutauschen. Wir alle konnten feststellen, dass wir uns unter einem Hospiz etwas anderes vorgestellt hatten und überaus positiv überrascht und beeindruckt waren von der Individualität, der Atmosphäre und den Mitarbeitern der Institution.

Besonders berührt hat uns die ehrliche und von Herzen kommende Verabschiedung von Frau Hochmuth mit den Worten: „Genießen Sie das Leben!“.

Sarah Vollath und Dana Schwarz

 

Besuch der Ausstellung zu Menschenrechten und Asyl am Goethe Gymnasium

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts besuchte die Klasse F12sw zum Thema Menschenrechte, Flucht und Asyl das benachbarte Goethe-Gymnasium. In einer Ausstellung von Pro Asyl und mehreren anderen Organisationen ging es einerseits um weltweite Migrationsbewegungen und deren Ursachen sowie die tatsächlichen Zahlen und die Bedingungen in den aufnehmenden Ländern. Erkenntnis Nr 1 dabei – sehr viele Flüchtlinge bleiben tendenziell eher in Nachbarstaaten und vor allem im arabischen Raum sowie im nordwestlichen Afrika übersteigen die Flüchtlingszahlen bei weitem die Zahlen Asylsuchender in Europa.

Andererseits informierte die Ausstellung detailliert über die  Aufnahmeverfahren und -bedingungen in Deutschland. Erkenntnis Nr 2 dazu – das Thema Flucht und Asyl ist so komplex, dass es zur Urteilsbildung schon sehr genauen Hinsehens bedarf. Auf den ersten Blick macht die Ausstellung durch die zahlreichen sehr beeindruckenden großformatigen Bilder sofort klar: hinter jedem „Fluchtfall“ steckt ein individuelles menschliches Schicksal, so dass das genaue Hinsehen in Bezug auf die (Einhaltung der) Menschenrechte auf jeden Fall gerechtfertigt ist.

Werner Schottenloher/16.III.‘17

Bürger- und SchülerInnenbeteiligung an der Stadtraumplanung

Die Stadt Regensburg hatte im benachbarten Parkside drei Tage lang zu einer ersten Ideenbörse eingeladen – und wir gingen hin. Die offene Frage ist, wie das große Areal zwischen Hauptbahnhof und Altstadt so neu gestaltet werden könnte, dass alle Belange - ÖPNV, Architektur, Grünanlage und Sicherheit - so unter einen Hut gebracht werden können, dass sich auch die BürgerInnen damit identifizieren. Dazu entwickelten auch unsere SchülerInnen ganz konkrete Ideen und Vorschläge. Unter dem Motto „zuhören mit dem Stift in der Hand“ wurden diese von den MitarbeiterInnen der ausführenden Planungsagentur festgehalten und finden also unmittelbar Eingang in den Planungsprozess. Im Mai wird es nach einer Auswertung dieser ersten Ideenbörse eine zweite Runde geben – und voraussichtlich werden auch wir wieder hingehen.

Werner Schottenloher/23.III.‘17

 

 

 

 

 

Besuch beim Bayrischen Rundfunk

Besuch beim Bayrischen RundfunkWie werden Nachrichten gemacht? Woran erkennt man fake news? Und wie sieht die Arbeit eines Journalisten eigentlich genau aus? All diesen Fragen stand Gerhard Schiechel, Studioleiter des Bayrischen Rundfunks in Regensburg für Niederbayern und die Oberpfalz, der Klasse F12 Rede und Antwort.

Im Rahmen des Unterrichtsthemas „Medien“ im Fach Sozialkunde besuchte die Klasse am 19.1.2017 das am Fischmarkt liegende Studio des Bayrischen Rundfunks. Dabei wurde den SchülerInnen der Prozess des „Nachrichten-Machens“ anhand eines äußerst aktuellen brisanten Themas von großer lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung nahe gebracht und mit allerlei handwerklichen Aspekten beispielhaft erläutert. Wie werden Nachrichten aufgebaut, welche Arten von Nachrichten gibt es eigentlich und wie werden seriöse Nachrichten gemacht?

Auch das für die Arbeit benötigte technische Equipment wurde erklärt und schließlich durfte die Klasse sogar einen Blick in das Sendestudio werfen. Dort gab es dann Tipps zur Arbeit als Radiosprecher vom Profi höchstpersönlich. Dank Herrn Schiechel durften wir an diesem lehrreichen Nachmittag mal einen Blick hinter die Kulissen werfen, die unsere Sichtweise auf das Thema „Nachrichten“ sicherlich nachhaltig verändert hat.

Denise Bettenbühl, F 12s

 

 

MdL Margit Wild zu Besuch

Am 6. Februar 2017 hatten die Klasse 10d unseres Gymnasiums und die Klasse 12 unserer FOS Gelegenheit, mit Frau MdL Margit Wild (SPD) über aktuelle Fragen der örtlichen, nationalen und internationalen Politik zu sprechen. Die Landtagsabgeordnete, Stadträtin und örtliche Parteivorsitzende stellte sich in einer offenen Gesprächsrunde einer großen Vielfalt an Fragen. Dabei ging es u.a. um die aktuelle Lage der Stadt und ihrer örtlichen Parteigliederungen, aber auch um internationale Themen wie Flucht und USA. Durch ihre offene und sympathische Art verstand es Frau Wild, auch komplexe Themen und Zusammenhänge für Jugendliche (etwas) verständlicher zu machen.

 

 

 

 

 

 

Die Aktion „Kinderbaum – Regensburg hilft“

Aktion KinderbaumPassend zu unserem Thema „Soziale Arbeit“ im Unterrichtsfach Pädagogik und Psychologie entschlossen wir uns, die Aktion „Kinderbaum – Regensburg hilft“ zu unterstützen.

Seit dem 14. November steht im Bürger- und Verwaltungszentrum  der Stadt Regensburg ein Weihnachtsbaum, der mit unzähligen Kinderwünschen von bedürftigen Kindern und Jugendlichen geschmückt ist. Die Wünsche der Kleinen reichen von Kleidung über Spielsachen bis zu Faschingskostümen. Wir entschieden uns für die Erfüllung der Wünsche zweier Mädchen im Alter von 11 und 14 Jahren, die sich Kleidung und eine Lautsprecherbox wünschen.

Wir hoffen, dass sich die Kinder über unsere Geschenke und Weihnachtsgrüße freuen und wünschen ihnen ein schönes und besinnliches Fest mit ihrer Familie in Regensburg.

 

Klasse F 12 mit Gabriele Baumer und Katharina Bundscherer

 

 

 

 

Fächerübergreifender Partybesuch

Akademische Wahlparty im Audimax der Universität RegensburgWahl USA 2016

On the Tuesday after the first Monday in November“ lädt die Universität Regensburg in einem amerikanischen Wahljahr traditionell zur Wahlparty. Rappelvoll – wie sonst allenfalls bei einem Papst- oder Besuch der Domspatzen, so Präsident Prof. Hebel – war das Audimax, vor allem mit Studierenden und Mitgliedern der Universität, aber eben auch mit „Gästen aus der Stadt“ wie uns. Voller Stolz interviewte Prof. Bierling (Internationale Politik) zur Begrüßung die US-Generalkonsulin Jennifer Gavito, die für ein Zeitfenster von nur 30 Minuten aus München angereist war, um „die größte Wahlparty an einer Universität in Bayern“ (Prof. Bierling) angemessen zu würdigen.

Von Dr. Gerlinde Groitl (IP) erfuhr man allerlei hintergründiges über den zurückliegenden Wahlkampf (inkl. eines traumatischen Simpson-Videoclips zu den beiden presidential candidates Clinton und Trump, das wir schon von Dr. Hünemörder kannten). Und in einer launigen Podiumsdiskussion wurden diese Hintergründe aus historischer (Prof. Depkat), politikwissenschaftlicher (Prof. Bierling) und (endlich gleichberechtigter!) American-cultural-studies-Perspektive (Prof. Hebel) so vertieft, dass wir zumindest Zweierlei beruhigend noch vor Ausgang des Wahlabends mit nach Hause nahmen: der amerikanischen Demokratie wird voraussichtlich auch ein 45. Mal die Übergabe eines Präsidentenamtes weitgehend friedlich gelingen. Und, schlimmstenfalls (!), würde sie, diese Mutter aller modernen westlichen Demokratien, eine trumpsche Präsidentschaft gegebenenfalls , wie schon früher in der US-Geschichte, mit einem „neuerlichen Demokratisierungsschub“ (Prof. Depkat) beantworten. In den Fächern Englisch (Stichwort cultural awareness) und Sozialkunde (Wahlen, Parteien, Demokratie) werden wir jedenfalls noch reichlich Stoff zur Nachbereitung dieses historischen Datums haben.

Werner Schottenloher/8.XI.‘16

The US presidential election 2016

On 13th October we were invited to attend a lecture of Dr. Hünemörder’s at Privat-Gymnasium Pindl.   Dr. Hünemörder from LMU in Munich had come here to inform us about the current presidential election in the United States.

First he told us about the basics everyone should know about the year-long election process: when it takes place and how it works. Then he introduced the two candidates currently running for presidency to us: Hillary Clinton and Donald Trump. We got to know quite a lot about their political views, backgrounds and their goals. Additionally he figured out how somebody like Donald Trump, obviously not one of the Republican party leaders,  was able to come this far. We also took a closer look at the current situation of the elections campaign and which of the candidates would be more likely to win. Polls have Mrs Clinton well ahead – at the moment. We were also shown a couple of video clips from comedy series and talk shows and some cartoons.

To sum up it was a really funny and informative presentation. It was pretty easy to understand and we are now well prepared to watch the final four weeks before it comes to election day on November 8th 2016. The only thing Dr Hünemörder promised as for its outcome: even though it might not seem so at times, it will certainly not end up as muddy as in 1804 when the winner finally killed his opponent in a duel after the election. Hopefully not.

F12 sw/Slo

logo taken from: http://uselectionsnews.com/

Vergrößerung und Osmose – F12 wagt sich ans Mikroskop

Mikroskopie„Können wir das jetzt jede Stunde machen?“ – ein derartiges Stundenfazit lässt das Lehrerinnenherz höher schlagen. Nach Rückfrage hatte tatsächlich fast die Hälfte unserer F12-SchülerInnen noch nicht mikroskopiert. Im Zusammenhang mit dem Lehrplan, der sich anfänglich mit Zytologie – dem Aufbau von Zellen ­ beschäftigt, bot es sich an, einmal eine Zwiebelhaut unter dem Mikroskop zu betrachten. Mit Feuereifer machten sich die Schülerinnen und Schüler ans Werk und konnten schnell die kachelförmigen Zellen mit ihrem Zellkern entdecken. Während sich unsere Mikroskopier-Neulinge in Freiarbeit noch ihre Haare aus der Nähe ansahen, bekamen die „Profis“ die Aufgabe, doch statt des obligatorischen Wassertropfens, hochkonzentrierte Salzlösung auf die Zwiebelzelle zu tropfen. Und was man da zu sehen bekam, war Osmose vom Feinsten. Kennt man doch, dass ein Radieschen, wenn man es salzt, „weint“. Genau dieser Vorgang war nun unter dem Mikroskop (Bild 2) zu erkennen. Man sieht die sich von der Zellwand ablösenden Vakuolen, da Wasser aus den Zellen nach außen abgegeben wird. – Zugegeben, jede Stunde gibt es kein Experiment, doch die Begeisterung am Fach Biologie will die Verfasserin unbedingt mit besonderen Aufgaben aufrecht halten.

Dr. Dagmar Stark

 

 

 

Abiturfahrt an den Gardasee nach Bussolengo

Abifahrt 2016Am 26. Oktober 2015 sind wir, die F 12, zu einer Abenteuerreise aufgebrochen. Auf unserer Tour begleiteten uns unsere Klassenleiterin Frau Burges und Liebling, Chemielehrer und Kameramann Herr Dr. Riessland.

Egon, unser Busfahrer, hieß uns am frühen Morgen herzlich willkommen, und dann begann auch schon die 8-stündige Fahrt an unseren Zielort. Nach der langwierigen und oft schläfrigen Fahrt kamen wir in Lazise an und Frau Burges zeigte uns ein bisschen die Stadt. Dort erblickten wir auch zum ersten Mal den Gardasee und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Egon brachte uns anschließend sicher nach Bussolengo in unser Hotel. Dort angekommen, wurden die Zimmer eingeteilt, und anschließend aßen wir gemeinsam im Hotel zu Abend.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach dem Frühstück in voller Wandermontur am Bus, und voller Elan brachen wir nach Malcesine zu unserer großen Wanderung auf den Monte Baldo auf. Vor Ort fuhren wir mit der Gondel auf 2.218 m Höhe. Hochmotiviert ging es den Berg hinunter. Die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und den See, die herbstliche Farbpalette, in der sich die Natur präsentierte, begeisterten alle und führten zu zahlreichen Fotostopps. Vor allem lockte uns aber die Erwartung einer leckeren Mahlzeit auf einer Berghütte – doch leider war diese geschlossen. Dafür stand uns die große Herausforderung eines langen und mühsamen Abstiegs bis zur Mittelstation bevor– doch durch unsere tolle Klassengemeinschaft und durch die Unterstützung von Frau Burges und Herrn Dr. Riessland hatten alle nach ca. 5 Stunden den Weg geschafft. Die geschlossene Hütte hatte bei vielen aus der Klasse schlechte Laune ausgelöst, da alle ordentlich Hunger hatten. An der Mittelstation angekommen, fuhren die meisten von uns mit Herrn Dr. Riessland in der Gondel wieder ins Tal, Abifahrt 2016während eine kleine Gruppe von sechs Unermüdlichen mit Frau Burges die Wanderung erst an der Talstation beendeten. Nur ein Schüler fand sein Ticket nicht mehr, auch nicht die Kleingruppe und wanderte alleine den Berg hinunter. Nach einer kleinen Stärkung in Malcesine holte Egon uns wieder ab und brachte uns ins Hotel zurück.

Am Mittwoch brachen wir dann nach Venedig auf. Alle waren noch vom Monte-Baldo-Muskelkater geplagt, und deshalb verlief die Stadtführung nur schleppend –fast alle quälten sich über die unzähligen Brücken. Trotz des schlechten Wetters war Venedig wunderschön und zeigte sich besonders stimmungsvoll. Wir genossen alle unsere Freizeit, in der wir in den kleinen Gässchen und über die unzähligen Brücken von Venedig spazieren konnten. Als wir wieder mit der Fähre zum Bus zurückfahren wollten, kam Herr Dr. Riessland aus mysteriösen Gründen doch glatt nicht mehr mit auf das Schiff. Er wurde glücklicherweise mit der nächsten Fähre nachgeliefert. Im Hotel angekommen stärkten wir uns erstmal am Buffet.

Am folgenden, ebenfalls regnerischen Tag stand eine Tagesfahrt nach Verona auf dem Programm. Frau Burges und Herr Dr. Riessland führten uns durch die wunderschöne Stadt und erzählten uns einiges Wissenswertes. Unter anderem besuchten wird die alte Arena von Verona, das drittgrößte der noch erhaltenen antiken Amphitheater. Anschließend hatten wir Freizeit und konnten uns frei bewegen und shoppen.

Abends saßen wir oft zusammen auf der Hotelterrasse und unterhielten uns über den vergangenen Tag und „Gott und die Welt“.

Am nächsten Tag traten wir bei schönstem Wetter alle völlig übermüdet die Heimreise an. Wir freuten uns sehr, als wir in Regensburg ankamen, doch blickten wir genauso sehnsüchtig auf unsere gelungene Abenteuerreise zurück.

von Carolin Schmitz und Carla Norcross

Beste von 6000

Corinna Wagner ist Landessiegerin von jugend creativ

Sieger2016Unsere Schülerin Corinna Wagner aus der 12. Klasse unserer Fachoberschule hat beim Internationalen Jugendwettbewerb  jugend creativ mit ihrem Bild „Auch der größte Held ist eine Marionette“ in ihrer Altersgruppe bayernweit den 1. Platz erzielt.

Beim diesjährigen Wettbewerb waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich künstlerisch mit dem Thema „Fantastische Helden und echte Vorbilder: Wer inspiriert dich?“ auseinanderzusetzen.

Das Thema wurde im Rahmen des Kunstunterrichts behandelt und ließ sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Die Teilnehmer konnten ihre persönlichen Vorbilder zeigen oder sich mit fiktiven Heldenfiguren aus Märchen, Sagen und Comics auseinandersetzen.

Wie auch im Kommentar der Jury zu lesen, hat Corinna in ihrem Bild ungezählte Male das Wort „Held“ geschrieben und daraus eine Marionettenpuppe entstehen lassen. Die Figur hängt an Spielfäden und wirft einen Schatten an eine grüne Wand. Eine einprägsame bildliche Umsetzung des Inhalts: „Auch der größte Held ist eine Marionette“ lautet die Botschaft, die auch als Titel des Bildes gewählt ist.

Wir gratulieren Corinna zu Ihrem grandiosen Erfolg und drücken ihr für die nächste Entscheidungsrunde auf Bundesebenen ganz fest die Daumen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgeordnetenbegegnung auf Augenhöhe

Besuch im BundestagDr. Astrid Freudenstein hatte die Wanderausstellung des Deutschen Bundestags in die OTH nach Regensburg geholt und nahm sich freundlicherweise die Zeit, mit uns über ihre Arbeit dort zu sprechen. Offen und verbindlich gab sie sowohl Auskunft über ihre Arbeit „in Berlin“ als auch über Pläne, Einschätzungen und Perspektiven zu diversen aktuellen politischen Themen.

SchülerInnen interessierten sich für Fragen der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen sowie für Möglichkeiten zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Sie fragten nach Europa und Grenzkontrollen darin und sie wollten (neben vielem anderen) wissen, was von der „neuen Partei am rechten Rand“ zu halten sei. Ebenso sachlich wie umfassend erhielten sie Antworten, fragten sie nach und gewannen sie auch Einblick in so vergleichsweise trockene Materien wie das – vom entsprechenden Ausschuss derzeit neu zu regelnde – „Kulturgüterschutzgesetz“. Nur eine Frage wurde nicht (vollständig) beantwortet, nämlich jene nach den TTIP-Dokumenten. Aber die unterliegt ja auch einer ansonsten eher ungewöhnlichen Verschwiegenheitspflicht.

Werner Schottenloher/8.IV.‘16  

With the Simpsons to Trump – Dr. Hünemörder lectured on the history of immigration into the USA

Having explained the origins of his surname (!) Dr. Hünemörder gave us an overview of the long history of immigration into the US. We learned a lot about the different regions of the world immigrants come from (good old Europe of course, and Mexico, but also China and the Philippines among many others). To make his statements clear, he showed us statistics and scenes from the famous TV-series The Simpsons – quite a good choice as protagonist Homer is a second-generation immigrant himself.

Dr Hünemörder also dismanteled some pretty popular social theories (salad bowl, pizza, melting pot etc.). We were told that Americans quite often tried to avoid immigration and some of the old beliefs can even be found in speeches of current presidential candidates. So the in-depth analysis of Donald Trump became almost the highlight of this lecture.

In fact, everybody was listening attentively.  We liked the clear pronunciation of Dr. Hünemörder and finally we were pretty much surprised to discover that we had been able to follow and understand (most of) this fluent lecture – in English!

F12/Slo – 10.III.’16

Landtag goes classroom

MdL F. RiegerWie die Mehrheit seiner KollegInnen aus dem Maximilianeum anderswo im Freistaat, „schenkte“ MdL Dr. Franz Rieger am 7. März unserer 12. Klasse eine Unterrichtsstunde. Ziel dieses Kooperationsprojektes zwischen dem Verband Freier Schulen Bayern und dem Bayerischen Landtag war es, der vielbeschriebenen Politikverdrossenheit unter den jungen Menschen aktiv quasi „etwas zum Anfassen“ entgegen zu setzen.

Freimütig räumte Dr. Rieger ein, dass dies sein allererster Versuch auf dem Gebiet der Unterrichtstätigkeit sei. Anschaulich und selbstverständlich nicht primär aus parteipolitischer Sicht schilderte er die vielfältigen Aufgaben, Abläufe und Verpflichtungen eines kommunalpolitisch verwurzelten Landespolitikers, der immer auch Meinungsbildner und Multiplikator ist, der Wünsche und Einschätzungen aus dem lokalen Stimmkreis über die Fraktions- und Landtagsberatungen gelegentlich sogar bis „nach Brüssel“ trägt. Beim Thema Brüssel/Europa konnte freilich auch Dr. Rieger nicht anders, als angesichts der aktuellen Krisenlagen daran zu erinnern, dass Europa auch eine Wertegemeinschaft ist, deren großes bisheriges Verdienst nicht zuletzt eine schon sehr lange Phase friedlichen Zusammenlebens ist. Dass dieses Verdienst von außen wie von innen enorm unter Belastungsdruck gerät, macht solcherlei Bemühungen um politische Bildung „vor Ort“ umso notwendiger. Mit ebenso sachlichen wie kritischen Fragen zeigten unsere SchülerInnen, wie gut sie zur Teilnahme an politischen Debatten in der Lage sind.

Slo/7.III.‘16

 

 

Preisverleihung Kunst-Wettbewerb der Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach e.G.

Preisverleihung Kunstprojekt 2016Auch beim diesjährigen Kunst-Wettbewerb der Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach e.G. gelangen unseren SchülerInnen preiswürdige Objekte. Zusammen mit den SchülerInnen unseres Gymnasiums wurden Denise Bettenbühl Klara Eisenhut, Corinna und Sabrina Wagner sowie Luis Wimber mit praktischen Präsenten für ihre Arbeiten zum Rahmenthema  „Helden“ ausgezeichnet. Ihre Kunstwerke setzen das Thema auf außerordentlich vielfältige, ebenso aufgeklärt-kenntnisreiche wie individuell-ausdrucksstarke Weise um, wobei naheliegende Anspielungen auf Comic-Figuren ebenso zu finden sind wie (wiedererkennbare) HeldInnen des Alltags.

Die Initiative und das Engagement für diese Wettbewerbsteilnahme ging von Frau Westerboer und ihren Kollegen Kraus und Röhrig aus dem Fachbereich Kunst aus. Die Preise wurden von Frau Gassner (RaiBa) und – in Vertretung der Schulleitung – Herrn Schottenloher überreicht.

 

Slo/26.II.‘16

 

 

 

Wahlvorstand bei der Jugendbeiratswahl

WahlvorstandZwei Tage lang fungierten SchülerInnen unserer 11. und 12. Klasse als Wahlvorstände bei der ersten Wahl zum Jugendbeirat der Stadt Regensburg. Das Wahllokal wurde gemeinsam mit WahlhelferInnen des Gymnasiums in unserem Hause betrieben und dabei wurden reichlich Erfahrungen mit der Durchführung einer demokratischen Wahl im Sinne des Grundgesetzes gesammelt. Interessant war nicht nur die Erfahrung mit dem Verwaltungsaufwand, der mit der Abwicklung des freien und geheimen Wahlgangs im engeren Sinne zu leisten ist – von der Wahlscheinprüfung über den Wählerverzeichnisabgleich bis zur Urnensicherung beispielsweise. Vielmehr gewann man durch das Wahllokal vor Ort auch einen Einblick in die damit zusammenhängenden Abläufe quasi hinter den Kulissen. Wer hätte zuvor geahnt, wie etwa die Plakatierung oder die Wegweisung zustande kommt? Woher die Wahlunterlagen kommen und wie sie wieder abgeholt werden? Oder dass es MitarbeiterInnen des Stadtgartenamtes sind, die das Mobiliar („Wahlkabinen“, Urne) anliefern und wieder abholen? Nach dieser ebenso authentischen wie arbeits- und zeitintensiven Erfahrung wünschen wir dem Jugendbeirat - samt dem OB und „seinem“ Stadtrat - nun einen erfolgreichen Start in die konkrete kommunalpolitische Arbeit!

Werner Schottenloher/19.II.‘16

 

 

 

 

 

 

Die eigene Meinung im „anderen“ Deutschland

Mehr als 26 Jahre nach dem „Mauerfall“ berichtete Claus Kurth über sein Leben in der „DDR“. Als Zeitzeuge reist der Pensionär aus Schwaben gerne durch das Land, um SchülerInnen entsprechend dem Zweck der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur die Geschichte und Folgen der Diktatur in „SBZ“ und „DDR“ durch die Schilderung persönlicher Erfahrungen näherzubringen.

In einem sehr authentischen Vortrag mit zahlreichen Dokumenten aus dem Bestand der BStU und eigenen fotografischen Erinnerungen, spannte Herr Kurth einen umfassenden Bogen von der Kindheit und Jugend in der SBZ, über die Ausbildungsjahre zur See, das Berufsverbot wegen vermeintlich (staats-)kritischer eigener Meinungen, die Zeit in Gefangenschaft aus dem gleichen Grunde, bis hin zur „Überstellung in den Westen“ nach beantragter „Entlassung aus der Staatsbürgerschaft“ und Intervention der „BRD“ im Jahre 1982.

Eindrücklich wurde dabei deutlich, wie der totalitäre Staat durch das Wirken seiner „Organe“ und das Mitwirken vieler BürgerInnen (auch durch Bespitzelung und Denunziation)  en detail funktionierte. Auf die Frage, was er in seinem Leben - in der „DDR“ - anders gemacht hätte, hätte er die Wahl gehabt, antwortete Herr Kurth lakonisch „gar nichts!“. Fügte allerdings hinzu „allenfalls den umgangssprachlich so genannten Ausreiseantrag früher gestellt“. Damit lieferte er reichlich Stoff zum Nachdenken auch über Grundwerte wie z.B. die Meinungsfreiheit und deren Schutz, den das Grundgesetz bietet. Abschließend ermunterte er genau aus diesem Grunde dazu, sich für diese Werte einzusetzen „durch die Wahl demokratischer Parteien.“

 

Werner Schottenloher/11.I.‘16  

Der Faden des Lebens - von FOS Schülern entdeckt

Immer wieder von vielen Ah`s und Oh`s begleitet ist das mittlerweile zum Lieblingsexperiment der Verfasserin avancierte „Isolieren von DNA aus Mundschleimhaut“. Dieses Mal kamen die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe unserer FOS im Rahmen des Einstiegs in den Themenbereich „Genetik“ in den Genuss, mit einfachsten Mitteln an ihren Lebensfaden zu gelangen. So musste ein wenig auf den Backentaschen gekaut werden und im Anschluss mit Salzwasser (der weniger angenehme Teil des Versuchs) der Mund gespült werden. Nach dem Überführen diese Zellwassers in ein kleines Gefäß, wird das Ganze noch mit Spülmittel versetzt und mit eiskaltem Alkohol überschichtet. Und, da war sie – die Erbsubstanz. Bei den meisten fielen sofort die dicken, weißen Fäden auf. Mit Akribie wurden diese mit einem Zahnstocher aufgerollt, in ein Schraubdeckelgefäß überführt und mit nach Hause genommen.

Dr. Dagmar Stark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch beim Bayerischen Rundfunk

Besuch beim Bayerischen RundfunkIm Rahmen des Sozialkundeunterrichts hatten sich immer wieder Fragen rund um die Themen Pressefreiheit, Themensetzung und Glaubwürdigkeit von Berichterstattung ergeben. Da passte es gut, dass uns Gerhard Schiechel, Leiter des Studios Ostbayern des Bayerischen Rundfunks, im Rahmen einer Kooperation des BR mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus dazu einlud, „doch einmal direkt im Studio“ vorbeizuschauen.

In einem von großem Erfahrungsreichtum geprägten Vortrag erläuterte uns Herr Schiechel allerlei Hintergründe zum Beruf des Journalisten, dem Aufgabenbereich seines Studios und der Arbeitsweise von Redaktionen. Dabei ging es auch um Unterschiede zwischen Funk-, Print- und Online-Medien ebenso wie um den rechtlichen Rahmen und die Arbeitsbedingungen der – vom BVerfG so definierten – „vierten Gewalt im Staate“. Insbesondere die Erklärungen zum Konstrukt des „öffentlich-rechtlichen“ Rundfunks mit der dazugehörigen komplexen Aufsichtsstruktur erhellten die Funktionslogik einer pluralistischen Demokratie.

 

Da Herr Schiechel auch offen zu kritischen Fragen Stellung nahm, blieb am Ende dieses Freitagmittags leider keine Zeit mehr, um in die gleichzeitig laufende Livesendung hinein zu schnuppern. Vielleicht dürfen wir dies aber gelegentlich noch nachholen.